Walter Bever-Mohr

Grabmal Bever - Mohr

* 19. November 1901 in Düsseldorf; † 24. November 1955 in Schwelm

Bereits als Jugendlicher begeisterte sich Bever-Mohr für Schauspiel und Literatur. Er dichtete und rezitierte Verse und trat mit einer Laienspielgruppe auf. In der Nachfolge seines Onkels Wilhelm Bever übernahm er 1927 die Türschlossfabrik Bever & Klophaus in Schwelm.

Um 1930 begann er mit der Herstellung privater 16-mm-Filme, darunter farbige Reisefilme nach dem Linsenrasterverfahren. Im Oktober 1938 trat er der Wuppertaler Arbeitsgruppe des BDFA bei und zeigte seine Filme in der Folgezeit auch erstmals öffentlich. 1940 drehte er einen volkskundlichen Kodachrome-Film über die dörfliche Bevölkerung in den Westbeskiden. Im darauffolgenden Jahr erhielt sein Eisenbahnfilm Glück auf Schienen den ersten Preis auf dem Internationalen Amateurfilm-Wettbewerb in Stockholm. 1943 drehte er mit Ski-Romanze um Bodo seinen letzten Farbfilm während des Krieges.

In der Nachkriegszeit verhinderte eine Demonstration der Belegschaft die von den Besatzungsbehörden beabsichtigte Demontage seiner Fabrik.

Als die Arbeitsgruppe Wuppertal des BDFA im September 1949 neugegründet wurde, wurde Bever-Mohr ihr erster Vorsitzender. 1952 wurde er in Hannover zum Präsidenten des westdeutschen BDFA gewählt und drehte den expressionistischen Schwarz-Weiß-Film Der Schatten des Vaters.

Als Kommunalpolitiker der FDP war Bever-Mohr zudem im Schwelmer Stadtrat tätig. Anfang der 1950er Jahre erkrankte er und verstarb nach langer Krankheit im November 1955.

 


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